
Studien zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität Schmerzen reduzieren, das Wohlbefinden verbessern und sogar helfen kann, der Krankheit vorzubeugen, die Millionen von Frauen weltweit betrifft.
Endometriose ist eine Erkrankung, die Millionen von Frauen auf der ganzen Welt betrifft, und obwohl sie relativ häufig ist, wirft sie noch immer viele Fragen auf. Laut Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind etwa 176 Millionen Frauen weltweit betroffen. In Brasilien schätzt man, dass rund 7 Millionen Frauen mit der Erkrankung leben, was etwa 15 % der weiblichen Bevölkerung des Landes entspricht.
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Die Krankheit entsteht, wenn das Endometrium, das Gewebe, das die Innenwand der Gebärmutter auskleidet, beginnt, in anderen Bereichen des Körpers zu wachsen. Dieses Wachstum außerhalb seines üblichen Ortes kann verschiedene Symptome verursachen, darunter starke Schmerzen während der Menstruation, Unfruchtbarkeit und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, insbesondere bei tiefer Penetration.
Da es sich um eine chronische Erkrankung handelt, zielt die Behandlung in der Regel in erster Linie darauf ab, Schmerzen zu reduzieren und die Lebensqualität der Patientinnen zu verbessern. In diesem Zusammenhang weisen Experten darauf hin, dass regelmäßige körperliche Aktivität ein wichtiger Verbündeter sein kann.
Körperliche Bewegung kann Schmerzen reduzieren
Eine im Journal of Physical Therapy Science veröffentlichte Studie zeigte, dass ein achtwöchiges Trainingsprogramm Beckenschmerzen deutlich reduzieren und mit Endometriose verbundene Haltungsveränderungen verbessern konnte.
Laut dem Sportwissenschaftler Lucas Cardoso, Spezialist für muskuloskelettale Verletzungen und Erkrankungen, hängen diese Vorteile mit den chemischen Reaktionen des Körpers selbst zusammen.
Er erklärt, dass regelmäßige Bewegung die Produktion wichtiger Neurotransmitter anregt, wie Serotonin, das sensorische Bahnen im Zusammenhang mit Schmerzen reguliert, und Dopamin, das mit dem Gefühl von Wohlbefinden und Freude verbunden ist.
Trotz dieser Vorteile betont der Spezialist, dass körperliche Aktivität keine medizinische Behandlung ersetzt, die hormonelle Medikamente oder sogar chirurgische Eingriffe umfassen kann. Bewegung kann jedoch helfen, Nebenwirkungen von Behandlungen wie Flüssigkeitseinlagerungen und Gewichtszunahme zu lindern.
Regelmäßigkeit ist entscheidend
Damit die Vorteile spürbar werden, ist Regelmäßigkeit ein entscheidender Faktor. Laut Lucas Cardoso ist es ideal, drei- bis viermal pro Woche körperlich aktiv zu sein, mit Trainingseinheiten von 40 bis 60 Minuten.
Er betont auch, wie wichtig es ist, eine Aktivität zu wählen, die der Patientin Freude bereitet, da dies die langfristige Beibehaltung der Gewohnheit erleichtert. Darüber hinaus können Übungen zur Stärkung des Beckenbodens besonders wichtig für Frauen sein, die mit der Krankheit leben.
Bewegung kann auch bei der Vorbeugung helfen
Auch für Frauen ohne Endometriose kann ein aktiver Lebensstil ein Schutzfaktor sein. Eine Studie der Harvard University in den USA, die 4.062 Frauen begleitete, zeigte, dass diejenigen, die bereits in jungen Jahren regelmäßig körperlich aktiv waren, ein geringeres Risiko hatten, die Krankheit zu entwickeln.
Zu den am meisten empfohlenen Aktivitäten gehören aerobe Übungen, die dazu beitragen, den Östrogenspiegel zu senken — ein Hormon, das das Wachstum des Endometriums fördern kann.
Spaziergänge, Radfahren, Schwimmen, Pilates und funktionelles Training gehören zu den am häufigsten empfohlenen Aktivitäten. Experten warnen jedoch, dass es wichtig ist, vor Beginn eines Trainingsprogramms professionelle Beratung einzuholen, da falsch ausgeführte Übungen Schmerzen verschlimmern oder Verletzungen verursachen können.













